: antifaschistische nachrichten

Nummer 05 / 2010

Engere Zusammenarbeit vereinbart

München . Bereits zum zweiten Mal führten Anhänger der «PI-Gruppe München» und der sog. «Bürgerbewegung Pax Europa» (BPE) in der Münchener Fußgängerzone einen gemeinsamen Informationsstand durch.

Beworben wurde u.a. eine Veranstaltung über den Islam mit einem Vertreter der «Christian Solidarity International» und dem BPE-Funktionär Wilfried Puhl-Schmidt, die am 3. März im «Zunfthaus Sendlingen» stattfinden sollte.

Schon im Januar hatten die Münchener Anhänger der islamophoben Internetplattform «PI-News» an der jährlichen Mitgliederversammlung des BPE-Landesverbandes Bayern teilgenommen. Dort wurde eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Außerdem sei in einem nächsten Schritt geplant, auch die «PI-Gruppe Nürnberg» in diese Allianz aufzunehmen. Bei den Anhängern von «PI-News» wird diese Entwicklung unterschiedlich beurteilt. Ohnehin seien die Teilnehmer von BPE- und PI-Treffen «zu 75 %» dieselben Personen, weiß Benutzer «20. Juli 1944» in einem Kommentar auf «PI-News». Benutzer «Mastro Cecco» plädiert da eher für eine Zusammenarbeit «nur auf informeller Ebene». Während «Pax Europa» bisher «einen guten Ruf» habe, würde «PI» allgemein eher als «Sammelbecken von Extremisten» angesehen. «PI» solle doch besser weiter die Rolle des «bösen Buben», «des Eisbrechers», spielen, während sich BPE «brav-bürgerlich» gebe. Zumindest «auf offizieller Ebene» sei es besser, «die bisherige Arbeitsteilung beizubehalten. Ein weiterer Benutzer mit dem Namen «Verfassungstreu», der sich als BPE-Mitglied outet, wirbt in diesem Zusammenhang für die «PRO NRW»-Mahnwachen vor Moscheen im Ruhrgebiet Ende März.

hma

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