: antifaschistische nachrichten
Mit merkwürdigen, nicht belegten Zahlen argumentiert das Blatt gegen die Bezieher von Arbeitslosengeld II und bezieht sich zustimmend auf die Forderung des hessischen Ministerpräsidenten Koch, Hartz IV Empfänger vermehrt zur Arbeitsaufnahme zu zwingen:
«Koch hat nur vor einer Perversion des Sozialstaatsgedankens gewarnt. Das geschieht, wenn die Solidarität der Allgemeinheit ausgenutzt wird, weil keine Gegenleistung erfolgt oder wenn Hartz-IV-Empfänger dazu nicht bereit sind.» In einem weiteren Aufsatz behauptet das Blatt, die Zahl der Hartz IV- Empfänger betrage knapp 5 Millionen, weitere 1,8 Millionen lebten in Bedarfsgemeinschaften. Da die Zahl der Arbeitslosen nach der offiziellen Statistik immer noch unter fünf Millionen liegt und die Hartz-IV-Bezieher dort mit aufgenommen sind, sind diese Zahlen frei erfunden. Ein Hauptkritikpunkt: «Viele Alleinerziehende leben von Arbeitslosengeld II» und der Regelsatz sei noch zu hoch, da viele Erwerbstätige auch mit einem Vollzeitjob nur wenig mehr Einkommen erzielten. Alleinerziehende mit Kindern passen nicht in das Bild der heilen Familie, dem das Blatt anhängt. Welche Alternativen es sich allerdings vorstellt, ist noch nicht eindeutig erkennbar.
uld