: antifaschistische nachrichten
Das Blatt befürchtet das endgültige Aus für den konservativen CDU-Flügel: «Die Schadenfreude über den vernichtenden Absturz der SPD kann nicht länger kompensieren, dass auch die CDU auf ein katastrophales Tief abgestürzt war ...
In Studien und Tagungen lotet die CDU-Spitze derzeit aus, welche strategischen Schlüsse sie daraus für die Zukunft ziehen will. Angela Merkel erweckt dabei nicht den Eindruck, als ob die fortschreitende Marginalisierung des konservativen Flügels ihrer Partei sie sonderlich bekümmert, den sie als Naturwissenschaftlerin wohl nur mehr als Spurenelement identifizieren würde. Die ungehörigen Attacken des Vizekanzlers und FDP-Chefs Westerwelle auf die CDU-Politikerin Erika Steinbach als Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV) nimmt die Kanzlerin mit stoischem Schweigen hin. Sie wird wahrscheinlich amüsiert die Pressemeldungen verfolgt haben, in denen dieser Tage über die tatsächlichen Mitgliedszahlen des BdV spekuliert wurde. Seit Jahrzehnten operiert der Vertriebenenverband mit einer wohl letztlich symbolischen Mitgliederzahl von zwei Millionen. Tatsächlich findet sich in den Karteikästen nur mehr eine mittlere fünfstellige Zahl.»
Mit einer erfundenen Mitgliederzahl Anspruch auf Vertretungsrechte zu begründen, gilt gemeinhin als Betrug und entlarvt den Verband als unseriöse Revanchistentruppe. Die Schlussfolgerungen des Blattes sind jedoch andere. «Solange Wähler in nennenswertem Maße mangels relevanter Alternativen derzeit nur nach links abwandern können, kann die CDU-Vorsitzende auch weiterhin die Rest-Konservativen elegant auflaufen lassen.»
uld