: antifaschistische nachrichten

Nummer 19 / 2003

Feder trifft Gesell

Stadt Blankenberg/Hennef-Sieg. Im «Galerie-Hotel Sonnenschein» in Stadt Blankenberg soll vom 3. bis 5. Oktober ein «Symposium zur Wirtschaftskorrektur» unter dem Titel «Interdis und Europäische Geldreformbewegung» stattfinden. Zu den Referenten der Veranstaltung gehört Albert Lämmel (Thema: «Korrektur der Geldverteilung ab der Notenpresse - Volksgeld anstatt Bankengeld) aus Rastatt.

Lämmel vom «Arbeitskreis Demokratisches Geld-Steuer-Bodenrecht» war langjähriger Redakteur des Heftchens «Der Schlüssel». Seit einigen Jahren greift er auch für die NPD-Zeitung «Deutsche Stimme» zur Feder, so u.a. mit einem Artikel über den Finanztheoretiker der NSDAP, Gottfried Feder (1883-1941). Feder war Verfasser des «Manifests zur Brechung der Zinsknechtschaft», welches auch bei Anhängern der Gesellschen Freiwirtschaftstheorie auf Interesse stieß.

Ein langjähriger Autor der Freiwirte-Zeitschrift «Der Dritte Weg» ist denn auch bei diesem Symposium als Referent vertreten: Prof. Johannes Heinrichs (Thema: «Kann Geld doch arbeiten? Warum verleugnet die Freiwirtschaft den Kapitallohn als Zins-Ursache?»). Heinrichs referierte nicht nur bei der Friedensbewegung, sondern auch beim Hamburger «Aufbruch 99», der auch schon Horst Mahler zu Gast hatte und arbeitet im rechtslastigen «Arbeitskreis Demokratiereform» mit. 1999 stellte die Wochenzeitung «Junge Freiheit» Heinrichs in ihrem «Fragebogen» vor.

Letzter Referent ist Hans Kaegelmann (Thema: «Naturgesetzliche Ordnungswirtschaft und ihre Fundamente. Die nötige Bildung der Politiker») aus Windeck. Kaegelmann, gehörte in den 70er Jahren mit seinem Arztkollegen Max Otto Bruker der «5 %-Block-Partei» an, die 1975 mit Unterstützung auch aus dem neofaschistischen (NPD u.a.) und freiwirtschaftlichen Spektrum (FSU) gegründet wurde.

hma

Valid XHTML 1.0!