: antifaschistische nachrichten

Nummer 08 / 2003

Demonstration vor Turley-Barraks

Mannheim . Seit Kriegsbeginn finden überall große Demonstrationen und Aktionen der Friedensbewegung statt. In Mannheim gab es am «Tage X» eine Kundgebung am Paradeplatz mit ca. 3000 Teilnehmern und eine anschließende Demonstration zu den Turley-Barraks. Besonders positiv beeindruckend waren die vielen handgemalten Antikriegs-Bilder, die von Schulkindern an den Zaun der Kaserne gehängt wurden.

Weniger erfreulich war das überraschende Auftreten von einem Haufen junger Neonazis (die Schätzungen belaufen sich auf 60 bis 200), die mit der OEG gekommen waren. Die großdeutschen Demagogen versuchten sich mit nur gegen die USA gerichteten «antiimperialistischen» Parolen («USA - internationale Völkermordzentrale») und Transparenten an die Demonstration anzuhängen. Teilnehmer der Friedensdemo versuchten aber sofort die Nazis abzudrängen. Bei dieser Auseinandersetzung sind auch einige Flaschen geflogen. Die Polizei war dann aber schnell zur Stelle, geleitete die Nazis zur Käfertalerstraße, wo sie mit einem MVV-Bus wieder abtransportiert worden sind. Sicherlich ist in Zukunft mit weiteren Aktionen der Rechten, die die Antikriegsstimmung für sich nutzen wollen, zu rechnen.

Am Tage darauf, am 21. März, versammelten sich am Paradeplatz um 11 Uhr ca. 2.000 StudentInnen und vor allem SchülerInnen zu einer Kundgebung. Ein Teil von ihnen zogen noch zur den Spinelli-Barracks, um die Tore zu blockieren. Hier hat sich gezeigt, was sich schon vorher angedeutet hat, und sich nun mehrmals bestätigt hat: Die Polizei hat Weisung, für freien Zugang zur Kaserne zu sorgen. Insbesondere wenn alle drei Tore zu den Spinelli-Barracks blockiert wurden, wurden die Menschen beiseite geschoben oder weggetragen. Die US-Militärs sollen sich bei der Stadtverwaltung und dem Innenministerium beschwert haben.

Die Blockadeaktionen wird es weiterhin, jeweils nach dem Ende der Mahnwache jeden Samstag um 12 Uhr, geben.

scr

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