: antifaschistische nachrichten

Nummer 23 / 2002

«Pro Köln» hetzt gegen Muslime

Köln.  Die neofaschistische «Bürgerbewegung Pro Köln» um Manfred Rouhs, einem ehemaligen Aktivisten der JN/NPD, der sog. «Republikaner» und der «Deutschen Liga für Volk und Heimat», macht Stimmung gegen den im Kalk-Mülheimer Raum geplanten Bau einer Moschee. Ungeachtet der Tatsache, das Moscheen genauso wie christliche Kirchen längst zum Kölner Stadtbild gehören, wird in einem im Rechtsrheinischen verbreiteten Flugblatt der Gruppe «gegen den Bau der geplanten Großmoschee» gehetzt.

Die «islamischen Verbände in Köln» hätten «sich von den islamischen Extremisten bislang nicht glaubwürdig distanziert», wird dort behauptet und es bestehe daher die Gefahr «daß die neue Großmoschee auch eine gefährliche Zufluchtsstätte für islamische Extremisten» werde.

Nach ihren Niederlagen, die die schillernde «Bürgerbewegung» um Rouhs in den letzten Jahren schon in verschiedenen Stadtteilen erlitten hat (Longerich, Chorweiler etc.) versucht die Gruppe nun in den rechtsrheinischen Stadtvierteln mit einem hohen Ausländeranteil die Ausländerfeindlichkeit anzuheizen. In den nächsten Wochen wolle «Pro Köln» «Unterschriften gegen den Bau der geplanten Großmoschee sammeln», wird in dem Flugblatt angekündigt. Außerdem werde ein «Aufkleber gegen den Moscheebau» in «großer Auflage in Mülheim und Kalk» verteilt.

Offensichtlich möchte «Pro Köln» noch einmal die Erfahrung machen, dass - wie in Chorweiler geschehen - Ausländer und Deutsche erst recht gemeinsam erfolgreich gegen rassistische Hetzer vorgehen können.

hma

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